26. Januar 2016

Bosch vernetzt das Auto Gaspedal warnt vor Geisterfahrern

Bosch vernetzt das Auto und misst Gaspedal eine aktivere Rolle bei.
Bosch vernetzt das Auto und misst Gaspedal eine aktivere Rolle bei. © Bosch

Der Automobilzulieferer Bosch vernetzt das Gaspedal mit dem Auto. So kann über Impulse im Gaspedal nicht nur der richtige Schaltpunkt mitgeteilt werden, sondern auch vor Geisterfahrern gewarnt werden.




Der Automobilzulieferer Bosch vernetzt das Gaspedal mit anderen Funktionen im Auto. Das soll sowohl für einen verbesserten Verbrauch als auch für mehr Sicherheit sorgen. So kann das Pedal künftig beispielsweise dem Fahrer die richtigen Schaltpunkte signalisieren oder vor einem Geisterfahrer warnen.

Mit der Vernetzungsmöglichkeit weist Bosch dem Gaspedal eine aktivere Rolle zu als bisher. Das wirkt sich zum Beispiel auf den Spritverbrauch aus, der etwa zu einem Viertel vom Verhalten des Fahrers abhängt: Ein sanftes Klopfen zeigt die Grenze zwischen Pedalstreicheln und Bleifuß, zudem kann das Pedal auf Wunsch über ein haptisches Feedback auch eine Schaltempfehlung geben. Um möglichst spritsparend unterwegs zu sein, braucht man dann weder das besondere Feingefühl im Gasfuß noch ein Spritspar-Training. Will der Fahrer trotzdem mehr Gas geben, genügt laut Bosch etwas Gegendruck.


Enormes Sparpotenzial

Weiteres Sparpotenzial bietet die neue Technik beim Start/Stopp-Segeln, also wenn der Motor bei voller Fahrt ausgeschaltet wird, um Kraftstoff zu sparen. Das Gaspedal kann so eingestellt werden, dass es Rückmeldung gibt, sobald der Segelmodus sinnvoll ist. Bei Hybrid-Antrieben trennt das aktive Pedal die Nutzung von Elektro- und Verbrennungsmotor spürbar, so dass der Fahrer sein Fahrverhalten anpassen kann.

Das System lässt sich auch mit Assistenzsystemen vernetzen. In Verbindung mit Abstandswarnern mahnt das Pedal beispielswiese durch Vibrieren, nicht mehr weiter zu beschleunigen. Die Signale können in Form und Stärke durch einfache Softwareeinstellungen individuell an die Kundenwünsche angepasst werden, betont Bosch.

Weitere Funktionen entstehen durch die Vernetzung mit Online-Daten: In Verbindung mit dem Navi gibt das Pedal dem Fahrer Zeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer scharfen Kurve nähert. Mit der Kamera gekoppelt, erkennt das System Tempolimits und warnt beim Überschreiten per Klopfen oder Gegenkraft. Und mit der Umgebung vernetzt gibt das Auto über ein Vibrieren des Pedals Warnungen zu Falschfahrern, unübersichtlichen Staus oder anderen Gefahrenstellen weiter. (SP-X)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Sicherheit



Mehr aus dem Ressort

Kooperation von ZF und FaureciaAuf Weg zum Innenraum der Zukunft

Die Zulieferer Faurecia und ZF kooperieren erst seit vier Monaten beim Innenraum der Zukunft miteinander. Auf der IAA zeigen beide Unternehmen ein erstes Ergebnis.


Insassenschutz für KleinstfahrzeugZF macht Behicle fit für fünf Sterne im EuroNCAP

Kleinstfahrzeuge auf ein hohes Sicherheitsniveau zu bringen, ist eine Herausforderung. Der Zulieferer ZF hat nun einem dreisitzigen Elektro-Stromer fit für fünf Sterne beim EuroNCAP gemacht.


Auftritt auf der IAAZF: Mit einer Vision zu null Unfällen und null Emissionen

Der Zulieferer ZF hat eine Mission. Die Friedrichshafener arbeiten an der Vision Zero, null Unfälle, null Emissionen.