2. Januar 2017

Gerade einmal 9000 Anträge Elektro-Prämie lahmt auch nach einem halben Jahr

BMW liegt bei Verkäufen von Elektroautos und Plugin-Hybriden vorn
BMW liegt bei Verkäufen von Elektroautos und Plugin-Hybriden vorn © BMW

Auch nach sechs Monaten lockt die finanzielle Unterstützung die Kunden nicht zu einem Elektroauto. Von den 9023 Anträgen für ein batteriebetriebenes Fahrzeug oder einen Plugin-Hybriden entfiel fast die Hälfte auf Unternehmen.




Ein halbes Jahr nach dem Start gibt es weiter kaum Interesse an der Kaufprämie für Elektroautos. Bis zum 1. Januar 2017 wurden insgesamt lediglich 9023 Anträge auf eine Prämie gestellt, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle am Montag in Eschborn mitteilte. Davon waren rund 5100 Anträge für reine Elektroautos und knapp 3900 für Plug-In-Hybride.

Von den einzelnen Anträgen entfielen 2592 auf ein Fahrzeug von BMW, gefolgt von Renault mit 1658, Audi mit 1188 und VW mit 887. Fast die Hälfte der Anträge kam von Unternehmen.


4000 Euro für reine Elektroautos

Die Kaufprämie kann seit Anfang Juli beantragt werden. Die Förderung gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai gekauft wurden. Für reine Elektrowagen mit Batterie gibt es 4000 Euro, für Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, sind es 3000 Euro. Bund und Hersteller teilen sich die Kosten von insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Zudem locken Hersteller wie Renault und Nissan mit einem weiteren Tausender Rabatt beim Kauf eines Elektroautos.

Mit der Prämie soll eigentlich die Nachfrage nach E-Autos angekurbelt werden. Die Bundesregierung erwartete zum Start, dass so der Kauf von «mindestens 300.000 Fahrzeugen» angeschoben wird. Im Jahr 2019 endet die Prämie, egal, ob der Topf ausgeschüttet wurde oder nicht. (AG/dpa)



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