21. Dezember 2016

Entwicklungszentrum in Unterschleißheim BMW setzt auf «Schnellboote» auf Weg zum autonomen Fahren

Der BMW Vision Next 100.
Der BMW Vision Next 100. © BMW

BMW stellt sich mit Blick auf das autonome Fahren neu auf. Dazu wird der der Autobauer alle Kompetenzen rund um selbstfahrende Autos ab Mitte 2017 in einem Campus in Unterschleißheim zusammenfassen.




BMW beansprucht wie Daimler eine Führungsrolle beim autonomen Fahren. So plant der Münchner im Jahr 2021 den BMW iNext anzubieten - ein rein elektrisch, voll vernetzt und autonom fahrendes Fahrzeug. Wie ein solches Auto aussehen kann, hatte BMW bei seinem 100-jährigen Jubiläum mit der Studie Vision Next 100 beim Festakt in München gezeigt.

Damit dieses Ziel bis 2021 erreicht wird, wird BMW seine Entwicklungskompetenzen für Fahrzeugvernetzung und automatisierter Fahren auf einem Campus in Unterschleißheim bündeln, wie das Unternehmen jetzt mitteilte.


BMW iNext soll 2021 kommen

„Um erfolgreich zu sein, etablieren wir im Rahmen von Project i 2.0 neue Formen der Zusammenarbeit: kleine Fachteams, die wie Schnellboote agieren“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. „Der zukünftige Entwicklungsstandort für autonomes Fahren befähigt uns, bis 2021 den BMW iNext, den ersten autonom fahrenden BMW, auf den Markt zu bringen.“ Wie Fröhlich hinzufügte, sollen auf dem neuen Campus die „Vorteile eines Start-ups wie beispielsweise Flexibilität und Schnelligkeit mit denen eines etablierten Unternehmens, also Prozesssicherheit und Industrialisierungskompetenz“ vereint werden.

Insgesamt sollen auf dem neuen Campus im Endausbau über 2000 Mitarbeiter von der Softwareentwicklung bis hin zur Straßenerprobung die nächsten Schritte zum vollautomatisierten Fahren voranbringen. Derzeit arbeiten bei BMW rund 600 Mitarbeiter an der Entwicklung des hochautomatisierten Fahrens – das Gros davon sind Softwareentwickler und ihre Zahl soll weiter ausgebaut werden. Dazu werden derzeit noch IT-Spezialisten und Softwareentwickler in den Bereichen künstliche Intelligenz, Machine Learning und Data Analysis gesucht. Ab 2017 will BMW das hochautomatisierte Fahren im Stadtgebiet von München testen. (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Autonomes Fahren



Mehr zur Marke BMW

Veränderungen am FahrwerkZarte Pflege für BMW 4er-Familie

BMW hat die 4er-Familie dezent überarbeitet. Die Preise für Coupé, Cabriolet und Gran Coupé heben sich dafür gar nicht so dezent an.


Produktion für den WeltmarktBMW von Trumps Strafzoll- Drohungen unbeeindruckt

BMW reagiert gelassen auf die Drohungen des kommenden US-Präsidenten Donald Trump wegen Strafzöllen. Die in Mexiko produzierten Fahrzeuge seien für den Weltmarkt bestimmt, so der Autobauer.


VW dank China im schwarzen BereichKampf um die Premiumkrone zwischen BMW und Daimler

BMW und Daimler beanspruchen die Premiumkrone für das Jahr 2016. Die Münchner haben in ihrem sechsten Rekordjahr in Folge mehr BMW und Mini als Mercedes und Smart verkauft, dafür weniger Einheiten von der Kernmarke als Daimler.



Mehr aus dem Ressort

Die ThinkGoodMobility-Studie hat die Akzeptanz vom autonomen Fahren untersucht
ThinkGoodMobility-StudieAutonomes Fahren: Akzeptanz nur bei zusätzlichem Nutzen

Autonomes Fahren wird in Deutschland noch mit sehr viel Skepsis begegnet. Ist aber laut der aktuellen ThinkGoodMobility-Studie „Autonomous Vehicles – Negotiating a Place on the Road“ ein zusätzlicher Nutzen vorhanden, erhöht sich auch die Akzeptanz.


Ford autonomes Fahren neu Aufmacher Ford
Großserie ab 2021Autonomer Ford Fusion mit neuer Sensortechnologie

Ford will im Jahr 2021 autonom fahrende Modelle in Großserie bauen. Nun hat der US-Autobauer das Modell Fusion Hybrid mit einer neuen Sensor-Technologie vorgestellt.


Volvo XC90 Uber autonom neu Aufmacher Volvo
Kennzeichen annulliertKalifornien entzieht Uber-Roboterwagen die Erlaubnis

Die kalifornische Verkehrsbehörde hat den autonom fahrenden Autos von Uber die Lizenz entzogen. Der Fahrdienst-Vermittler wollte die Genehmigung umgehen.