17. Mai 2017

Autonomes Fahren Delphi neuer Partner von BMW, Intel und Mobileye

Autonomes Fahren bei BMW
Autonomes Fahren bei BMW © BMW

Der Zulieferer Delphi ist neuer Entwicklungspartner von BMW, Intel und Mobileye beim autonomen Fahren. Die vier Partner planen, skalierbare Lösungen für die gesamte Autoindustrie anzubieten.




Delphi ist neuer Entwicklungspartner von BMW, Intel und Mobileye für das autonome Fahren. Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, hätten sich die vier Partner zum Ziel gesetzt, Lösungen für die gesamte Automobilindustrie und anderen Branchen zu selbstfahrenden Autos anzubieten. Der Zulieferer Delphi hat für BMW bereits einen Prototypen für die Computing Plattform entwickelt und arbeitet zudem auch mit Intel und Mobileye beispielsweise bei den Sensoren für das automatisierte Fahren zusammen.


Keine exklusive Plattform

„Wir haben diese Kooperation von Beginn an als nicht-exklusive Plattform für die Technologie der Zukunft konzipiert. Mit dem Eintritt von Delphi stärken wir unsere Entwicklungsleistung für das automatisierte Fahren und machen einen großen Schritt nach vorne, um unsere Technologie in der Industrie zu etablieren“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. BMW, Intel und Mobileye hatten im Juli 2016 eine Partnerschaft geschlossen, um die gemeinsamen Ressourcen zu bündeln und so das autonome Fahrer voranzubringen. Die Partner wollen bis 2021 zur Serienproduktion von hoch- und vollautomatisierten Fahrzeugen haben.

Wie Intel-Chef Brian Krzanich sagte, hätten die gemeinsamen Teams bereits in weniger als einem Jahr „große Fortschritte erzielt, um eine skalierbare Plattform für automatisiertes Fahren zu entwickeln und wir sind auf bestem Weg, 40 Testfahrzeuge in der zweiten Hälfte des Jahres auf die Straße zu schicken. Delphi als Integrationspartner wird dabei helfen, die Einführung von autonomen Fahrzeugen verschiedener Hersteller auf den Straßen zu beschleunigen und gleichzeitig eine Differenzierung gegenüber dem Kunden zu ermöglichen.“

Integration technologischer Lösungen

Einem Zulieferer wie Delphi, der nicht exklusiv für BMW arbeitet, kommt für die Marktdurchdringung einer neuen Technologie wie dem autonomen Fahren einen hohe Bedeutung zu. So kann er für die Integration der technologischen Lösungen von BMW, Intel und Mobileye in die jeweiligen Fahrzeugarchitekturen der entsprechenden Hersteller sorgen.

„Zudem könnte Delphi notwendige Hardware -Komponenten, wie Sensoren oder spezifische Anpassung an die Kundenwünsche sowie weiterer Applikationen zur Differenzierung bereitstellen“, heißt es. Für Mobileye-Mitgründer Amnon Shashua bietet die Zusammenarbeit verschiedener Automobilhersteller und Zulieferer den besten Ansatz, „um eine sichere, kosteneffiziente und schnell umsetzbare Lösung für autonomes Fahren anzubieten“. Zufrieden zeigte sich über die Partnerschaft auch Delphi-Chef Kevin Clark. „Das ist eine großartige Chance für Delphi, unser tiefes technischen Verständnis und unsere Erfahrung mit dem automatisierten Fahren und elektrisch-elektronischer Architekturen in die Kooperation einzubringen, um sie bei ihrer Entwicklungsarbeit und Umsetzung zu unterstützen.“ (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke BMW

Premiere auf IAABMW X7 iPerformance: Noch eine Nummer größer

Bislang ist bei BMW der X6 das größte SUV-Modell. Auf der IAA zeigen die Münchner ab Dienstag nun auch den X7 iPerformance.


25 Elektroautos bis 2025BMW-Chef Krüger kündigt Elektro-Offensive an

Harald Krüger schiebt die Elektromobilität an. Der BMW-Chef will jedes Modell der Gruppe mit jedem beliebigen Antrieb ausstatten und auch auf diesem Wege, Fahrverbote verhindern.


Facelift hat Premiere auf IAABMW i3: Elektroauto auf sportlich getrimmt

BMW hat sein Elektroauto i3 einem Facelift unterzogen. Neben optischen und technischen Neuerungen wird es auch eine Sportversion geben.



Mehr aus dem Ressort

Streit eskaliertHändler fühlen sich von VW im Stich gelassen

Die VW- und Audi-Händler liegen mit dem Autobauer im Streit. Sie fühlen sich wegen der Dieselkrise im Stich gelassen.


Renault-Nissan-Präsident Carlos Ghosn
Neue Strategie «Alliance 2022»Renault-Nissan-Allianz strebt in Richtung weltgrößter Autohersteller

Die Renault-Nissan-Allianz will bis 2022 14 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Gemeinsam mit Mitsubishi sollen in diesem Zeitraum zehn Milliarden Euro an Synergien pro Jahr eingespart werden.


VW Wolfsburg
Plus acht ProzentVW-Konzern mit starkem Absatzplus im August

Der VW-Konzern konnte im August seinen weltweiten Absatz deutlich steigern können. In Deutschland gab es indes Verluste, trotz Umweltprämie.