26. Juli 2017

Batterie und Motor aus Bayern BMW baut Elektro-Mini trotz Brexit in Oxford

Mini-Produktion im Werk Oxford.
Mini-Produktion im Werk Oxford. © dpa

Ungeachtet des Brexit wird BMW ab 2019 den ersten vollelektrischen Mini im englischen Oxford bauen. Motor und Batterie werden aus Deutschland kommen.




BMW will seinen ersten vollelektrischen Mini ab 2019 trotz des Brexits im englischen Werk Oxford bauen. Batterie und Motor für den Elektro-Mini sollen in den bayerischen Werken Dingolfing und Landshut gefertigt werden, wie der Autokonzern in München mitteilte. Der Betriebsrat sprach von einer guten Nachricht.

BMW erklärte, der Elektro-Mini werde eine Variante des dreitürigen Minis sein, und dieser werde bereits im Mini-Stammwerk Oxford gebaut. Der Konzern hatte die Entscheidung angesichts der Unsicherheiten um den Austritt Großbritanniens aus der EU lange offen gelassen - schließlich fertigt auch der Auftragsfertiger Nedcar in den Niederlanden den Kleinwagen für BMW.


Betriebsrat zufrieden

Ein BMW-Betriebsrat sagte: "Für uns ist wichtig, dass dieser weitere Schritt in die E-Mobilität innerhalb der BMW Group stattfindet und nicht ausgelagert wird." Das stärke Dingolfing, Landshut und Oxford als Standorte für E-Mobilität und sichere Beschäftigung.

Heute arbeiten mehrere hundert Beschäftigte in den beiden niederbayerischen an E-Mobilität. Mit dem Hochlauf der Mini-Produktion werde die Zahl steigen, sagte ein -Sprecher. Entscheidend sei aber die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft bei der E-Mobilität. In Dingolfing will BMW ab 2021 auch den vollelektrischen, komplett selbstfahrenden BMW iNext bauen.

Die Autobauer produziert seit 2013 in Leipzig den batteriegetriebenen i3 - mit Bauteilen aus Dingolfing und Landshut. In Dingolfing laufen auch die Plug-in-Hybrid-Versionen des BMW 5er und BMW 7er vom Band. Wo der für 2020 geplante volleketrische BMW X3 gebaut werden wird, ist noch offen. BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse sagte: "Dingolfing und Landshut übernehmen bei der Elektrifizierung eine technologische Vorreiterrolle innerhalb unseres weltweiten Produktionsnetzwerks." Für 2025 erwartet BMW Group einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 Prozent. BMW hat im vergangenen Jahr rund 360.000 Minis verkauft. Im Werk Oxford beschäftigt der Konzern 4200 Mitarbeiter. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke BMW

Studie in Pebble BeachBMW stimmt auf den kommenden Z4 ein

BMW gibt auf dem Concours d’Elegance einen ersten Ausblick auf einen neuen Z4. Der Roadster avanciert dabei teilweise zu einer Reminiszenz eines legendären Vorbilds, das Anfang des Jahrtausends auf den Markt kam.


Entwicklung von FahrassistentenFiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel

Fiat Chrysler entwickelt Fahrassistenzsysteme gemeinsam mit BMW, Intel und Mobileye. Die später vollautonom agierenden Techniken sollen auch anderen Autoherstellern angeboten werden.


Mini starkBMW stagniert im Juli

BMW ist im Juli nur sehr verhalten gewachsen. Umso mehr trug die Kleinwagenmarke dazu bei, die Gruppe im schwarzen Bereich zu halten. Im Gesamtjahr liegt BMW aber noch gut im Rennen.



Mehr aus dem Ressort

Karlheinz Blessing neu Aufmacher dpa
Kunden entscheiden über AntriebeVW-Personalvorstand sieht kein rasches Ende des Verbrennungsmotors

Karlheinz Blessing schätzt Forderungen nach einem raschen Aus des Verbrennungsmotors als unrealistisch ein. Der Personalvorstand von VW verweist dabei auch auf einen Abbau von Arbeitsplätzen, der sozialverträglich gestaltet werden muss.


Vor der Kreditvergabe wird die Bonität überprüft
Nach dem DieselgipfelVersickernde Umweltprämie

Zahlreiche Autohersteller bieten nach dem Dieselgipfel eine Umweltprämie samt Verschrottung des alten Modells an. Doch nicht überall fließt der Rabatt eins zu eins in den Kaufpreis mit ein.


VW Tiguan neu Aufmacher AG/Mertens
Auch Gesamtkonzern mit Licht und SchattenChina treibt VW-Kernmarke an

Volkswagen-Pkw liegt nach dem Juli erstmals in diesem Jahr über dem Strich. Das Plus verdankt die Kernmarke vor allem dem Wachstum auf dem größten Einzelmarkt. Ähnlich sieht es für den Gesamtkonzern aus.