Antwort 6 zu den Fragen an den Autopapst im August 2017

Autopapst Andreas Kessler
Autopapst Andreas Kessler © autogazette

Frage von Anja Achhammer:

Grüß Sie Herr Keßler, mein VW Golf IV Longlife 1.6i Automatik, 102 PS, EZ 03/2001, 140.000 km, verbraucht seit 2011 immer mehr Motoröl. Ende 2014 stellte meine Hausundhofwerkstatt auf Normalöl um, was zunächst auch knapp 4000 km hielt. Seitdem ca. 1 l/1000 km, zuletzt ca. 600 - 800 km. Es wurde dann von einer Motortechnikspezialwerkstatt der Motor auseinander genommen und alle Dichtungen gewechselt, die es da so gibt. Nur die Kolbenringe wurden nicht getauscht, sahen angeblich gut aus. Nach der Reparatur waren auf einmal enorme Zündaussetzer da und nach 1500 km wollte er wieder Öl, nun gab es auch richtig schöne Rauchwolken. Mittlerweile wurde ein ATM mit ca. 50.000 km eingebaut, die Zündaussetzer aber blieben und Kurbelwellen- und Nockenwellensensoren lösten Fehlermeldungen aus. Nun sind sie der Meinung, dass das Motorsteuergerät defekt sei und schickten es an eine kompetente Firma zur Reparatur. Könnte bereits vor Wechseln des Motors ein defektes Motorsteuergerät die Ursache für den erhöhten Ölverbrauch gewesen sein? Fehlermeldungen allen möglichen Inhalts habe ich seit langer Zeit, zumeist Gemisch zu mager. Auch Zündaussetzer gab's immer mal wieder. Vielen lieben Dank und viele Grüße Anja Achhammer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Anja, ganz kurz: Der alte Motor war durch, Ursache waren höchstwahrscheinlich die Kolbenringe. Die sind durch schnelles Draufgucken nicht prüfbar, ein Motorenbauer könnte da kompetenter urteilen. Die aktuellen Probleme sind leider nicht per Ferndiagnose lösbar, die Zündspulen sind allerdings sehr oft ursächlich. Leider gibt es nach einem Motortausch immer viele "Baustellen", die für Ärger sorgen können. Ist bei dem "neuen" Motor der Zahnriemen erneuert worden? Wenn ja, unbedingt noch mal die Steuerzeiten überprüfen. Hier ist der Werkstattmann gefragt.... Cheers A.K

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