23. Mai 2009

50 Jahre Mini Der Urvater des Kleinwagens

Mini Cooper S
Mini Cooper S © Foto: Mini

Der Mini ist mittlerweile zu einem Lifestyle-Fahrzeug geworden. Angefangen hat alles vor 50 Jahren als Kleinwagen fürs Volk.




Der heute von BMW gebaute Lifestyle-Flitzer Mini hat vor 50 Jahren ganz klein angefangen: als preiswertes Auto fürs Volk. Im Zeichen der Suez-Krise wünschte man sich bei der British Motor Corporation (BMC) einen preiswerten, einfachen und sparsamen Viersitzer für die beiden Konzernmarken Austin und Morris. Herausgekommen ist ein Auto, dass heute als Urvater des Kleinwagens gilt.


Motor quer eingebaut

Die Konstruktion, die sich Mini-Erfinder Alec Issigonis Mitte der 50er-Jahre ausgedacht hat, war einfach und revolutionär. Er drehte den Motor um 180 Grad, baute ihn quer statt längs ein und ließ ihn statt der Hinterräder die Vorderachse antreiben. So wurde ein extrem kurzer, relativ geräumiger und sehr preisgünstiger Viersitzer möglich. Damals war so etwas noch nicht da gewesen, heute vertraut fast jeder Kleinwagen von VW Polo bis Ford Fiesta diesem Konzept. Die geringen Abmessungen und die weit außen an der Karosserie angebrachten Räder ermöglichten zudem das klassische, niedliche Mini-Design.

Begeisternde Resonanz

Mini Cooper Clubman
Mini Cooper Clubman © Foto: AC Schnitzer

Die Pläne wurden von BMC begeistert aufgenommen. 1958 entstand der erste Prototyp, bereits ein Jahr später verließen die ersten Serienmodelle das Werk. Zunächst gab es zwei Minis: den Austin Seven und den Morris Mini-Minor, beide angetrieben von einem 25 kW/34 PS-Vierzylinder-Benziner. Die Verkäufe allerdings liefen zunächst schleppend. Bis Anfang der 60er-Jahre zwei Sportversionen auf den Markt kamen: der Cooper mit 40 kW/55 PS und der Cooper S mit 51 kW/70 PS. Letzterer feierte bald darauf Erfolge im Motorsport und machte das kleine Sparmobil plötzlich begehrt.

Zahlreiche Varianten heizten die Verkäufe weiter an: Zeitweise gab es einen Kombi, ein Cabrio, einen Lieferwagen und auch einen Pick-up. Mit vielfältigen Ausstattungsoptionen und Sondermodellen ließ sich der Kleinwagen als Sportler, Edelflitzer oder Freizeitmobil ordern. Rund 5,4 Millionen Exemplare liefen bis zum Jahr 2000 vom Band, mittlerweile unter der Regie von Rover. Dann gab es ein Jahr Pause.

Nach der Übernahme von Rover beeilte sich der neue Eigner BMW, den Mini wieder aufzulegen. 2001 kam die Münchner Interpretation des Klassikers auf den Markt und wurde sogleich ein Erfolg. Positioniert als hochpreisiger Lifestyle-Flitzer überzeugte der neue Mini auch jenseits des schicken Images mit gelungenem Design und flottem Fahrverhalten. 2004 schob BMW ein Cabrio nach, 2006 kam die zweite Auflage der Limousine mit besseren Motoren, aber im gleichen Retro-Stil wie seine Vorgänger. Für das kommende Jahr sind ein kleines SUV sowie eine Elektroversion geplant. Die Mini-Geschichte geht also weiter. (mid)




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