Europas Automarkt wächst im November

VW-Konzern legt zu

Schlechte Nachricht für Autobauer: Autos werden immer älter.
Schlechte Nachricht für Autobauer: Autos werden immer älter. © dpa

Europas Automarkt ist im November gewachsen. Davon konnte auch der VW-Konzern profitieren, der um 6,5 Prozent zulegte. Die Kernmarke VW Pkw wuchs indes nur um ein Prozent. Einen leichten Rückgang musste Opel verzeichnen.

Kurz vor Ende des Jahres ist Europas Automarkt noch einmal gewachsen. Im November zogen die Neuzulassungen mit fast 1,15 Millionen Pkw in der EU um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie der europäische Branchenverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Im Oktober hatte die Zahl der Neuzulassungen noch stagniert.

Mit Blick auf die wichtigsten Märkte legten die Verkaufszahlen im November mit einem Plus von 13,5 Prozent vor allem in Spanien deutlich zu, gefolgt von Frankreich und Italien. In Deutschland betrug das Plus lediglich 1,5 Prozent. In Großbritannien mit seinem Brexit-Votum lag der Zuwachs bei 2,9 Prozent.

Kernmarke VW Pkw legt minimal zu

Vom Wachstum konnte auch der VW-Konzern profitieren, der seinen Marktanteil dank seiner Töchter Audi, Skoda, Seat und Porsche trotz des Abgasskandals von 24,4 leicht auf 24,6 Prozent steigern konnte. Konzernweit wuchs die Zahl der Neuzulassungen um 6,5 Prozent, die Kernmarke VW legte mit etwas mehr als 133.000 Neuzulassungen indes nur um 1,0 Prozent zu. Im Vergleich dazu wuchs Audi um sieben Prozent, Skoda um 7,9 Prozent, Seat sogar um fast 30 Prozent und Porsche um fast 22 Prozent.

In den ersten elf Monaten verkaufte der VW-Konzern 3,1 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, die Marke VW lag mit 0,4 Prozent im Minus. Der Marktanteil des Konzerns schrumpfte dadurch von 24,9 auf 23,9 Prozent. VW hatte im Herbst 2015 zugegeben, mit Softwaretricksereien bei Abgastests manipuliert zu haben. Weltweit sind rund 11 Millionen Fahrzeuge betroffen. Leicht rückläufig sind die Neuzulassungen bei Opel. Der Rüsselsheimer Autobauer musste mit fast 73.4000 Fahrzeugen einen Rückgang um 1,1 Prozent hinnehmen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt die GM-Tochter mit über 908.000 Neuzulassungen mit 5,7 Prozent im plus.

Insgesamt verbuchten die Autobauer EU-weit in den Monaten Januar bis November bei den Neuzulassungen einen Zuwachs von 7,1 Prozent auf 13,5 Millionen Autos. Das stärkste Plus gab es unter den größten Märkten mit 16,5 Prozent in Italien, in Deutschland legten die Verkäufe um 4,6 Prozent zu. (AG/dpa)