5. Oktober 2016

Automarkt im September Tesla legt bei Neuzulassungen um 183 Prozent zu

Tesla konnte zulegen.
Tesla konnte zulegen. © Tesla

Deutschlands Automarkt konnte im September deutlich zulegen. So wuchs die Zahl der Neuzulassungen um über neun Prozent. Hohe Steigerungsraten hatte der Elektroautobauer Tesla.




Der deutsche Automarkt konnte auch im September erneut zulegen. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden im Vormonat 298.002 Fahrzeuge neu zugelassen. Das ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Zuwachs von 9,4 Prozent. Nach neun Monaten des Jahres liegt das Zulassungsplus mit 2.555.783 Einheiten bei 6,1 Prozent.

Signifikante Zuwächse konnte im Vormonat die deutschen Marken Mini (+35,3 Prozent), Mercedes (+26,0 Prozent), Ford (+18,5 Prozent) und Smart (+16,8 Prozent) erzielen. Volkswagen kam mit 58.006 Fahrzeugen nur auf ein Wachstum von 1,7 Prozent, weist aber mit einem Plus von 19,5 Prozent den größten Zuwachs bei den Neuzulassungen auf. Der Rüsselsheimer Autobauer Opel legte bei den Neuzulassungen mit 21.833 Fahrzeugen mit 7,3 Prozent zu.


Kompakte beliebtestes Segment

Deutlich nach oben zeigt die Zahl der Neuzulassungen bei den Importeursmarken insbesondere beim Elektroautobauer Tesla. Mit 377 Fahrzeugen stieg die Zahl der Neuzulassungen um über 183 Prozent. Hohe Wachstumsraten hatten auch Alfa Romeo (+130,5 Prozent) und Lexus (+74,6 Prozent): Dem stehen indes nur 438 Autos bei den Italienern und 323 Fahrzeuge bei den Japanern gegenüber. Die VW-Tochter Skoda kam bei den Importeuren mit 5,9 Prozent auf den größten Neuzulassungsanteil mit 17.455 Fahrzeugen.

Bei den Fahrzeugklassen dominierte trotz eines Rückganges von 4,1 Prozent erneut die Kompaktklasse die Neuzulassungen. Dahinter folgen die Kleinwagen (14,7 Prozent / +10,3 Prozent) und jeweils 13,3 Prozent entfielen auf die Mittelklassewagen (+6,4 Prozent) und die SUVs (+34,6 Prozent).

Nach KBA-Angaben wurden per September 7678 Elektro-Pkw erstmals zugelassen, im September waren es 1641 E-Autos (+76,6 Prozent). Sie kommen damit gerade einmal auf einen Anteil 0,6 Prozent bei den Neuzulassungen. Auf die Hybride entfielen 4917 Neuzulassungen (+67,2 Prozent) und auf die Plug-in-Hybride 1420 Plug-in-Hybride (+36,8 Prozent.) Rückgänge gab es beim Erdgas mit 39,4 Prozent und beim Flüssiggas mit fast 18 Prozent. (AG/FM)



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