24. Februar 2017

Vorwürfe unbegründet Aufsichtsrat spricht Audi-Chef Stadler Vertrauen aus

Rupert Stadler genießt weiter das Vertrauen des Aufsichtsrats.
Rupert Stadler genießt weiter das Vertrauen des Aufsichtsrats. © dpa

In der Affäre um manipulierte Abgaswerte kann Audi-Vorstandschef Rupert Stadler vorerst aufatmen. Der Aufsichtsrat des Ingolstädter Autobauers sprach dem Manager das Vertrauen aus und wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.




Audi-Chef Rupert Stadler war in den zurückliegenden Wochen wegen des Abgasskandals massiv unter Druck geraten. Nun hat der Aufsichtsrat des Ingolstädter Autobauer Stadler sein Vertrauen ausgesprochen und die gegen den Manager erhoben Vorwürfe zurückgewiesen, wie das Unternehmen an diesem Freitag mitteilte.

Zuletzt hatte ein ehemaliger Chefentwickler für Dieselmotoren Stadler in der Abgasaffäre schwere Vorwürfe gemacht. Der Anwalt des gekündigten Chefentwicklers Ulrich Weiß hatte am Dienstag am Arbeitsgericht Heilbronn aus internen Papieren aus einem Arbeitskreis aus dem Jahre 2012 zitiert, in denen es um die Software ging. Der Arbeitskreis sei Stadler unterstellt gewesen, sagte der Anwalt. Damit wäre die Chefetage schon vor Jahren im Bilde gewesen. Der Abgasskandal war im September 2015 in den USA bekannt geworden.


Müller stärkt Stadler den Rücken

„Der Aufsichtsrat ‎hat die in den letzten Tagen von einem gekündigten Mitarbeiter der Audi AG erhobenen Vorwürfe gegen Rupert Stadler durch die Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz prüfen und sich dazu berichten lassen. Diese Prüfung kommt zum Ergebnis, dass die gegen Herrn Stadler erhobenen Vorwürfe nicht zutreffend sind“, heißt es in der Mitteilung. VW-Chef Matthias Müller, zugleich Audi-Aufsichtsratschef, sagte: „Die dem Arbeitsgericht in Heilbronn vorgelegten Dokumente sind seit längerer Zeit bekannt und belegen die Vorwürfe nicht. Der Aufsichtsrat spricht Rupert Stadler sein Vertrauen aus.”

Nach wiederholten Vorwürfen prüft Audi derzeit wegen falscher Verdächtigung, Verrats von Betriebsgeheimnissen und Fälschung von Dokumenten Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. (AG/FM)



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Hans Dieter Pötsch
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