10. Juni 2017

Siebter und achter Lauf der Formel E Abt Schaeffler Audi Sport setzt in Berlin auf Heimspiel

Lucas di Grassi will in Berlin die Aufholjagd starten
Lucas di Grassi will in Berlin die Aufholjagd starten © Schaeffler

Abt Schaeffler Audi Sport will die Formel E noch einmal spannend machen. Neben zwei Siegen in Berlin setzt das einzige deutsche Team in der Rennserie auch auf die Rennpause des Führenden.




Es geht um eine Vorentscheidung. Am Samstag und Sonntag könnte das Team Abt Schaeffler Audi Sport die Formel E wieder interessanter gestalten. Mit zwei Siegen in den WM-Läufen sieben und acht könnte der mit 89 Punkten Zweitplatzierte Lucas di Grassi den Rückstand auf den souverän mit 132 Zählern führenden Sébastian Buemi vom Team Renault e.dams verkürzen.

"Mit einem perfekten Wochenende können wir eine Menge aufholen und den Titelkampf wieder spannend machen", sagt di Grassi, der bisher nur beim Lauf in Mexiko von vorne grüßte und ansonsten dem Titelverteidiger aus der Schweiz gleich fünf Mal zujubeln musste.


Beton des Flughafens als Problem

Nach dem Lauf auf der Karl-Marx-Allee in der Mitte Berlins im vergangenen Jahr kehrt die elektrische Rennserie zum Flughafen Tempelhof zurück, der aufgrund der Flüchtlingswelle 2016 als Veranstaltungsort ausfiel. Und der Kurs auf dem stillgelegten Flughafen verlangt den Fahrern mehr ab als die Stadtkurse bei den anderen Läufen.

Anstatt der gewohnte Asphalt erwartet die Elektroboliden Beton, der sich laut Renault e.dams-Teammanager Alain Prost nicht gerade positiv auswirkt. „Der Beton ist ein echtes Problem für die Reifen“, sagte der ehemalige Formel 1-Weltmeister im Vorfeld der beiden WM-Läufe.

Buemi und das Problem Le Mans

Auch di Grassi und Daniel Abt haben mit dem Untergrund zu kämpfen, setzen aber auf den Faktor „Heimspiel“. Doch wie im vergangenen Jahr wollen beide Piloten vom Team Abt Schaeffler Audi Sport ihre Podiumsplätze wiederholen. Di Grassi sollte sogar beide Läufe gewinnen, um die Serie vor den letzten vier Läufen in New York und Montreal spannend zu halten.

58 Punkte können maximal am Wochenende erzielt werden. Sollte Buemi beide Läufe gewinnen, wäre eine Vorentscheidung gefallen, auch wenn Buemi noch abwiegelt. „Wir haben ein echtes Problem mit Le Mans.“ Der Schweizer startet beim legendären 24 Stunden-Rennen und fehlt damit bei den beiden Läufen in der US-Metropole.

Und auch der bisher einzige Fehlschlag schwirrt noch in den Köpfen herum. „Mexiko haben wir nicht vergessen“, so Buemi, „deshalb wollen wir in Berlin so viele Punkte wie möglich holen.“ Bei dem Lauf in Mexiko - dem einzigen ohne Siegerpose - holte Buemi lediglich einen Punkt für die schnellste Runde – auf dem Siegerpodest stand Lucas di Grassi. Ein Szenario, dass in den kommenden vier Rennen die Serie vor den Finalläufen in Kanada wieder sehr spannend machen würde. (AG/TF)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Mobilität



Mehr zur Marke Renault

20 Fahrzeuge für sechs RennwochenendenRenault belebt Alpine Cup neu

Die neue Alpine A110 ist noch nicht auf dem Markt. Mutter Renault denkt aber bereits an einen Neuanfang des Markenpokals, der vor knapp 30 Jahren nach drei Saisons ein Ende fand.


Zur Saison 2018/2019Nissan übernimmt Formel E-Lizenz von Renault

Nissan steigt ab der fünften Saison in die Formel E ein. Die Japaner übernehmen dann die Lizenz vom Allianzpartner Renault.


Neue Strategie «Alliance 2022»Renault-Nissan-Allianz strebt in Richtung weltgrößter Autohersteller

Die Renault-Nissan-Allianz will bis 2022 14 Millionen Autos pro Jahr verkaufen. Gemeinsam mit Mitsubishi sollen in diesem Zeitraum zehn Milliarden Euro an Synergien pro Jahr eingespart werden.



Mehr aus dem Ressort

Diesel-Protest von Greenpeace.
Autoexperte DudenhöfferStudie: Diesel bringt nicht viel für Klimaschutz

Der Diesel ist wichtig für den Umweltschutz. Das behauptet die Autolobby. Eine Studie des Center Automotive Research ist dieser Frage nachgegangen.


Singapur beschränkt Zahl der Neuzulassungen.
Ziel ist bessere LuftSingapur lässt keine Neuzulassungen mehr zu

Die Luft ist schlecht, der Verkehr eine Zumutung. Singapur friert ab Februar deshalb die Zahl der Neuzulassungen ein.


Vor allem in den reichen Industrieländern steigen die CO2-Emissionen
Studie der Agora Verkehrswende und der GIZG20-Länder weit von Klimazielen entfernt

Anstatt abzunehmen steigen die CO2-Emissionen in den G20-Ländern an. Eine Studie der Agora Verkehrswende und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zeigt Maßnahmen auf, den Trend umzukehren.