28. September 2017

Kein Vorstand betroffen Dieselskandal: Weiterer Audi-Mitarbeiter in U-Haft

Wegen des Abgasskandals sitzt ein zweiter Audi-Mitarbeiter in Haft.
Wegen des Abgasskandals sitzt ein zweiter Audi-Mitarbeiter in Haft. © dpa

Im Zusammenhang mit der Dieselaffäre hat die Justiz einen zwei Audi-Mitarbeiter in Untersuchungshaft genommen. Dabei handelt es sich aber nicht um Vorstand oder Ex-Vorstand.




In der Diesel-Affäre bei Audi hat die Justiz einen zweiten Mitarbeiter der VW-Tochter in Untersuchungshaft genommen. Oberstaatsanwältin Andrea Grape sagte am Donnerstag, der Kreis der Beschuldigten habe sich erweitert. Weiterhin sei aber kein Vorstand oder ehemaliger Vorstand von Audi darunter.


Zwei Durchsuchungen am Mittwoch

Am Mittwoch habe es zwei Durchsuchungen gegeben. Der Haftbefehl gegen einen festgenommenen Audi-Mitarbeiter sei dann am Donnerstag vom Ermittlungsrichter in München bestätigt worden, erklärte Grape. Zuvor hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet. Zur Funktion des Verhafteten oder zum Ort der Festnahme sagte die Staatsanwältin nichts.

Bereits seit drei Monaten sitzt der Audi-Motorentwickler P. wegen Betrugsverdachts und Fluchtgefahr in München in U-Haft. Er war von 2006 bis 2015 einer der führenden Motorenentwickler des Unternehmens in Neckarsulm gewesen. Die US-Justiz wirft P. vor, er habe «Audi-Mitarbeiter angewiesen, Software zu entwickeln und einzubauen, mit der die standardmäßigen US-Abgastests getäuscht werden». Audi hatte P. 2015 beurlaubt und ihm Anfang 2017 fristlos gekündigt. Seine Klage dagegen ist vor dem Arbeitsgericht Heilbronn anhängig. (dpa)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Audi

Musterknabe beim TÜVAudi TT: Nicht nur schön, auch zuverlässig

Der Audi TT ist nicht nur ein schickes Auto, sondern es ist als Gebrauchter auch ein zuverlässiges. Beim TÜV ist er unauffällig.


Gute GeschäftszahlenAudi geht gestärkt in anstehende Modelloffensive

Audi kommt so langsam wieder in Fahrt. Die VW-Tochter konnte im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn deutlich zulegen.


Weltpremiere in IngolstadtAudi A7: Anders sein als die Geschwister

Audi hat in Ingolstadt den neuen A7 vorgestellt. Im Gegensatz zu früheren Modellen ist er auch wieder deutlich von anderen Modellen der Marke zu unterscheiden.



Mehr aus dem Ressort

200 Millionen Euro InvestitionBMW will Batterie-Zelle besser verstehen

BMW investiert 200 Millionen Euro in ein Kompetenzzentrum Batteriezelle. Es gehe darum, die Zelle für Elektroauto-Batterien besser zu verstehen.


Die App von Uber
Schlecht geschützte DatenbankUber verschweigt Daten-Diebstahl bei über 50 Millionen Kunden

Uber tapst von einem Skandal in den nächsten. Der Fahrdienst-Vermittler verschwieg den Angriff von Hackern auf Daten von Millionen Kunden und Fahrern.


Firmensitz Takata in Aisho neu Aufmacher dpa
Sicherheit für europäische ArbeiterAutozulieferer KSS übernimmt Takata

Der chinesisch-japanische Autozulieferer KSS übernimmt Takata. Vom Kaufpreis kann der insolvente Airbag-Hersteller seine Milliardenstrafe in den USA bezahlen und Schulden tilgen.