12. Februar 2015

Technologie für gesamten VW-Konzern Audi erwirbt Brennstoffzellen-Patente von Ballard

Audi hat von Ballard Patente für die Brennstoffzellentechnik erworben.
Audi hat von Ballard Patente für die Brennstoffzellentechnik erworben. © Audi

Audi hat vom kanadischen Unternehmen Ballard ein Paket von Patenten für die Brennstoffzellen-Technologie übernommen. Die Ingolstädter stellt dieses Know-how dem gesamten VW-Konzern zur Verfügung.




Die VW-Tochter Audi hat vom kanadischen Unternehmen Ballard Power Systems Inc. für 50 Millionen US-Dollar eine Vielzahl von Patenten für die Brennstoffzellentechnologie übernommen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Ingolstadt mitteilte. Wie Audi zugleich mitteilte, hätte der VW-Konzern seine bestehende Zusammenarbeit mit den Kanadiern bis Ende 2019 verlängert.

Audi verspricht sich durch den Erwerb der Patente für die Entwicklung des Brennstoffzellen-Antriebs neue Impulse. „Audi erwirbt diese strategisch wichtigen Patente für den gesamten Konzern und stellt sie allen Marken zur Verfügung. Damit sichern wir uns entscheidendes Know how, das neue Impulse für die weitere Entwicklung dieser Technologie geben wird“, sagte Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg, der auch die Entwicklung des VW-Konzerns verantwortet.


Audi denkt vorerst nicht an Serienfertigung

Das im kanadischen Burnaby beheimatete Unternehmen Ballard bietet Produkte zur umweltfreundlichen Energiezeugung an und kooperiert bei der Entwicklung mit anderen Unternehmen. Audi hatte im vergangenen Jahr auf der Los Angeles Autoshow einen A7 Sportback h-tron präsentiert.

Das Brennstoffzellenfahrzeug bringt es auf eine Reichweite von über 500 Kilometer. Einen schnellen Serienstart des A7 h-tron schließt Audi angesichts der unzureichenden Infrastruktur aus. „Unsere Technologie ist so weit, dass wir in einer Zeitspanne von zwei bis drei Jahren auf veränderte Marktbedingungen reagieren können. Die Architektur unserer Baukästen und Fabriken lässt es jederzeit zu, einen Brennstoffzellenantrieb in unsere Fahrzeuge zu integrieren“, hatte Hackenberg unlängst im Interview mit der Autogazette gesagt.

Im Gegensatz zu Audi oder auch den anderen deutschen Premiumherstellern wie BMW und Mercedes hat der japanische Autobauer Toyota indes sein Brennstoffzellenfahrzeug bereits auf den Markt gebracht – und musste aufgrund der hohen Nachfrage die Produktion erhöhen. Ursprünglich hatte Toyota für den Mirai für das Jahr 2015 mit einem Absatz von 400 Einheiten gerechnet. Mitte Januar lagen indes schon 1500 Bestellungen für den Toyota Mirai vor. (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Unternehmen



Mehr zur Marke Audi

Weltpremiere in IngolstadtAudi A7: Anders sein als die Geschwister

Audi hat in Ingolstadt den neuen A7 vorgestellt. Im Gegensatz zu früheren Modellen ist er auch wieder deutlich von anderen Modellen der Marke zu unterscheiden.


Supersportler in begrenzter AuflageAudi Sport erfindet sich neu

Stefan Winkelmann bringt frischen Wind in die Audi Sport GmbH. Nach der Namensumbenennung bringt er nach und nach Supersportler in limitierter Stückzahl auf den Markt.


Aufsteigende Tendenz in China und den USAAudi hinkt Vorjahres-Bestwerten hinterher

Audi hat auch dank der neuen Tendenz in China den September im Plus abgeschlossen. Nach neun Monaten aber hinkt die VW-Tochter aus Ingolstadt dem Rekordjahr 2016 noch etwas hinterher.



Mehr aus dem Ressort

Bernd Osterloh
Kritik an Marken-EgoismenVW-Betriebsratschef fordert Vorstandsressort für Digitales

VW-Vertriebsratschef Bernd Osterloh hat sich für ein Vorstandsressort für Digitalisierung, IT und Mobilitätsdienstleistung ausgesprochen. Marken-Egoismen seien kontraproduktiv.


Bodo Uebber und Dieter Zetsche
Im Fall des KartellverdachtsDaimler beantragt bei EU Kronzeugenregelung

Der Autobauer Daimler hat im Fall des Kartellvorwurfs gegen deutsche Hersteller bei der EU eine Kronzeugenregelung beantragt.


Bernhard Bauer
Keine Pläne für Kündigung der HändlerverträgeSeat auf dem Weg in den Club der 100.000er

Bei Seat Deutschland steigt die Erfolgskurve seit einigen Jahren kontinuierlich nach oben. Geschäftsführer Bernhard Bauer zeigt sich entsprechend selbstbewusst.