1. September 2017

Im neuen Audi A8 im Einsatz Bosch bremst auch für Fahrradfahrer

Bosch kümmert sich um die Sicherheit von Fahrradfahrern
Bosch kümmert sich um die Sicherheit von Fahrradfahrern © Bosch

Bosch verstärkt den Schutz von Fahrradfahrern im Straßenverkehr mit gleich zwei Assistenten. Die im Auto verbauten Sicherheitssysteme können dem Fahrzeug demnächst auch die Höchstwertung beim EuroNCAP bescheren.




Bei jedem vierten Unfall mit Personenschaden auf deutschen Straßen, war 2016 ein Fahrradfahrer beteiligt. Mit 393 Todesopfern machen die Radler rund zwölf Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland aus. In zwei Dritteln dieser tödlichen Unfälle ist neben einem Fahrrad auch ein Auto involviert. Allein in Berlin befinden sich unter 20 Verkehrstoten in diesem Jahr fünf Fahrradfahrer.

Bosch stellt auf der IAA nun zwei Assistenzsysteme vor, die Radfahrer im Straßenverkehr schützen sollen. Den Anfang macht ein Notbremsassistent, der Fahrradfahrer erkennt und bei einer drohenden Kollision eine Notbremsung des Autos auslöst. So können sich im Extremfall lebenswichtige Zentimeter herausholen lassen. Wie wichtig der Radfahrer-Schutz ist, zeigt auch die Entscheidung der Euro-NCAP-Crashtest-Behörde, die Notbremsung für Radfahrer ab 2018 in das Testprozedere für die Vergabe der begehrten Sicherheitssterne aufzunehmen.


Vermeidung von "Dooring-Unfällen"

Neben dem Notbremsassistenten zeigt Bosch eine weitere Innovation, die so beispielsweise auch schon im neuen Audi A8 zum Einsatz kommt. Die gleichen Sensoren im Heck, die im Fahrbetrieb vor Kollisionen beim Spurwechsel warnen, überwachen nun auch im Stand den Bereich hinter dem Fahrzeug und vermelden mit einem akustischen Signal, wenn sich von hinten ein Radfahrer dem Auto nähert.

So lassen sich die sogenannten „Dooring-Unfälle" vermeiden, bei dem ein Radfahrer mit einer sich plötzlich öffnenden Autotür kollidiert. In Berlin starb erst am vergangenen Freitag ein Fahrradfahrer, weil der Fahrer eines geparkten Transporters die Fahrertür öffnete. Der Fahrradfahrer wurde dabei gegen einen vorbeifahrenden Lkw gestoßen und verstarb mit Kopfverletzungen noch am Unfallort. Das System von Bosch hätte dieses verhindern können. Die Ausstiegswarnung überprüft rund 20 Meter um das Fahrzeug-Heck und warnt noch einige Minuten nach Abschalten der Zündung vor nahenden Fahrradfahrern. (AG/SP-X)



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