Audi fällt im Premium-Dreikampf zurück

Chinesischer Markt beeinflusst erstes Quartal

Neue Modelle sollen Audi in den profitablen Bereich zurückbringen
Neue Modelle sollen Audi in den profitablen Bereich zurückbringen © Audi

Die sinkenden Verkaufszahlen auf dem chinesischen Markt haben Audi die Bilanz des ersten Quartals verhagelt. Neue Modelle sollen in den kommenden Monaten für eine Trendumkehr sorgen.

Der Premiumhersteller Audi hat im März im Vergleich zur Konkurrenz weiter an Fahrt verloren. Der Absatz sank zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent auf 173-450 Fahrzeuge, wie die Volkswagen-Tochter am Donnerstag mitteilte. In den ersten drei Monaten verkaufte Audi mit 422.600 Autos 7,3 Prozent weniger.

Damit fiel Audi im ersten Quartal hinter der Konkurrenz von Daimler und BMW weiter zurück. Daimler hatte in diesem Zeitraum mit 560.625 Autos 16 Prozent mehr verkauft. BMW kam mit seiner Kernmarke in dem Zeitraum auf 503.445 Autos, ein Plus von 5,2 Prozent.

Temporäre Sondereffekte belasten China-Ergebnis

Während der Absatz im März in Europa inklusive Deutschland sowie in den USA leicht zulegte, musste Audi auf dem wichtigen chinesischen Markt Federn lassen, die Verkäufe sanken dort um 22,1 Prozent. Allerdings begründete Audi dies auch mit "temporären Sondereffekten", die mit den derzeit in der Planung befindlichen Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnern FAW und SAIC stünden.

Allerdings ist laut Dietmar Voggenreiter Land in Sicht. "In China sind wir in den vergangenen Wochen mit unseren Partnern einen großen Schritt vorangekommen und wollen uns gemeinsam für die Zukunft noch stärker aufstellen", sagte der Audi-Vertriebsvorstand.

Modelloffensive kommt positiv an

Zudem sollen die neuen Modelle die Verkäufe ankurbeln. „Angesichts der sehr positiven Resonanz auf unsere Modelloffensive blicken wir unverändert zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf. Dann werden in vielen Märkten wichtige Modellneuheiten sukzessive voll verfügbar sein“, so Voggenreiter weiter. (AG/dpa)