Mercedes fährt Audi immer weiter davon

Trotz Absatzplus im August

Audi-Chef Rupert Stadler. © dpa

Die Absatzzahlen von Audi steigen – auch auf dem wichtigen chinesischen Markt. Doch der Abstand der VW-Tochter auf den Rivalen Mercedes wird größer.

Die VW-Tochter Audi kommt auf dem wichtigsten Absatzmarkt China wieder in Fahrt. Doch trotz der Erholung in China mit einem Absatzplus von 10,3 Prozent auf 49.154 Fahrzeuge und eines weltweiten Absatzanstiegs im August verlieren die Ingolstädter den derzeit die Oberklasse dominierenden Konkurrenten Mercedes-Benz immer weiter aus dem Blick.

So konnte Audi den Absatz im August nach Unternehmensangaben vom Donnerstag um fünf Prozent auf 138.900 Autos steigern - die Daimler-Sparte hatte am Mittwoch ein Absatzplus von neun Prozent auf 170. 341 Fahrzeuge vermeldet.

Mercedes zieht vorbei

In den ersten acht Monaten konnte Mercedes-Benz den Absatz um knapp 13 Prozent auf fast 1,5 Millionen Autos steigern. Audi knabbert dagegen noch an den Problemen in China zum Jahresbeginn. So sank die Zahl der verkauften Autos der Marke Audi in den ersten acht Monaten um 2,6 Prozent auf 1,2 Millionen. Die Zahlen des Konkurrenten BMW liegen noch nicht vor.

Wichtigster Grund war der Streit mit den Händlern in China , der den Absatz im weltweit größten Automarkt im ersten Halbjahr kräftig nach unten drückte. Im Juli war die VW-Oberklasse-Tochter nach der Beilegung eines Streits mit Händlern aber bereits wieder gewachsen. Die vorige Absatzschwäche trug auch zum Austausch der halben Führungsmannschaft rund um Audi-Chef Rupert Stadler bei.

"Der August hat noch einmal klar bestätigt, dass Audi in China zurück auf Kurs ist", meinte Stadler am Donnerstag. "Weltweit zielen wir beim Absatz auf ein erfolgreiches drittes Quartal, bei einer gegenüber 2016 gebremsten Dynamik der globalen Automobilmärkte.“ (AG/dpa)