21. Februar 2017

ADAC-Sommerreifentest Gute Bremsleistungen sorgen für gute Gefühle

Der VW Golf und Tiguan beim ADAC-Sommerreifentest
Der VW Golf und Tiguan beim ADAC-Sommerreifentest © ADAC

Beim Sommerreifentest des ADAC hat knapp ein Viertel der 31 getesteten Pneus ein „gut“ erhalten. Ein Reifen in der Kategorie SUV versagte dagegen auf nasser Fahrbahn komplett.




Knapp ein Viertel der insgesamt 31 getesteten Pneus hat beim aktuellen Sommerreifentest des ADAC die Gesamtnote „gut“ erhalten. Im Test der Reifengrößen für Mittelklassewagen (195/65 R15) und SUV (215/65 R16) stach der Goodyear EfficientGrip SUV heraus, da er sowohl bei Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Verhalten auf trockener und nasser Fahrbahn durchweg gute Noten erhielt. Auf den zweiten Platz folgte der Cooper Zeon 4X4 Sport.

Das Ende zieren der Michelin Latitude Tour HP sowie der Yokohama Geolandar SUV. Während der Pneu aus Frankreich aufgrund von Schwächen in der Seitenführung auf Nässe nur für ein „ausreichend" reichten, fiel der Japaner ganz durch. Vor allem das Versagen beim Bremsen auf nasser Fahrbahn führte zum einzigen „mangelhaft“ im gesamten Test.


Irreführende M+S-Markierung

Die Tester bemängelten die M+S-Markierung auf vielen Sommerreifen-Modellen für SUV. „Auch wenn die M+S-Markierung der gesetzlichen Winterreifenpflicht genügt: Wer aus Sparsamkeit auf einen echten Winterreifen bei SUVs verzichtet, nimmt große Sicherheitseinbußen in Kauf", sagte Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums.

Die Gummimischung der Sommerreifen verliert trotz der M+S-Markierung bei niedrigen Temperaturen an Elastizität und damit an Fahreignung bei Matsch und Schnee. Zudem erheische die robuste Lamellenoptik mehr Sicherheit, was aber gar nicht zuträfe, so der Verkehrsclub.

Esa-Tecar steigt in elitären Kreis auf

Bei der Reifengröße für Mittelklassewagen haben die Platzhirsche ihre Position unterstrichen. Sowohl die Premium-Marken Continental mit einer herausragenden Bewertung bei Nässe als auch Pirelli, Bridgestone, Continental und Goodyear schnitten mit „gut“ ab. In den elitären Kreis rückt zudem das preiswerte Modell Esa-Tecar, der sich ebenso keine gravierende Schwäche leistet.

Dagegen zeigte der GT Radial Champiro FE1 Schwächen auf nasser Fahrbahn und bildet mit der Note „ausreichend“ das Schlusslicht in der Mittelklasse. (AG/TF)



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