25. Oktober 2016

Pflegetipps vom ADAC So kommt ein Oldtimer gut durch den Winter

Auf die richtige Pflege des Oldtimers kommt es an.
Auf die richtige Pflege des Oldtimers kommt es an. © ADAC

Der Winter rückt immer näher. Entsprechend sollten Besitzer eines Oldtimers ihr Fahrzeug auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Doch worauf sollte man achten? Der ADAC hat Pflegetipps zusammengestellt.




Wer einen Oldtimer fährt, der macht sich mit Beginn der kalten Jahreszeit Gedanken, wie er sein geliebtes Gefährt gut über den Winter bringen kann. Doch worauf sollten Oldtimer-Besitzer achten? Der ADAC hat eine Reihe von Pflegetipps zusammengestellt – und das auch für klassische Motorräder.

Da ist zum einen der richtige Lagerort: am besten stehen Oldtimer in einem klimatisierten und gut durchlüfteten Raum. Dabei ist auf die richtige Temperatur und eine gemäßigte Luftfeuchte (relative Luftfeuchte von rund 40 Prozent, messbar mittels Hygrometer) zu achten. Damit kann eine Kondenswasserbildung weitgehend vermieden werden. Wer das Einstauben vermeiden will, der sollte ein atmungsaktives Baumwolltuch wie beispielsweise Paletots aus dem Oldtimer-Fachhandel nutzen. Nicht zu verwenden sind Kunstfaser-Stoffe oder gar Plastikfolien, so der ADAC: Für Motorräder gibt es speziell beschichtete Planen (VCI-Korrosionsschutz).


Das Auto aufbocken

Durch das Aufbocken werden Reifen und Radaufhängung entlastet. Wer das nicht machen will oder kann, der sollte zumindest den Reifendruck auf maximal drei Bar erhöhen. Auch das Motorrad sollte so aufgebockt werden, dass beide Reifen Abstand zum Boden haben.

Handbremse nicht anziehen

Die Feststellbremse sollte nicht angezogen werden, da sonst die Beläge festkleben beziehungsweise festrosten könnten. Die Fenster sollten zur Durchlüftung etwas geöffnet bleiben. Die Batterie sollte an ein spezielles Erhaltungs-Ladegerät angeschlossen werden, da die Batterie sonst Schaden nimmt, wenn sie nicht nachgeladen wird. Die Batterie kann auch regelmäßig – etwa alle zwei Monate – einige Stunden ans Standard-Ladegerät angeschlossen werden.

Kraftstoffsystem

Vor der Lagerung sollte der Tank aufgefüllt werden, um Rostbildung im Inneren zu verhindern. Bei längeren Standzeiten über ein Jahr kann das trockenlegen des gesamten Kraftstoffsystems ratsam sein. Mit Blick auf den Motor sollte gebrauchtes Motoröl wegen korrosionsfördernder Bestandteile regelmäßig gewechselt werden. "Die Zugabe eines Öl-Additivs wird vom ADAC nicht empfohlen. Besser ist es, ein hochqualitatives Motorenöl zu verwenden", so der Automobilclub.

Kühlsystem

Natürlich sollte der Frostschutz geprüft werden. Reicht der bestehende nicht aus, sollte mit geeignetem Kühlmittel ergänzt werden. Der Innenraum sollte mit einem Staubsauger gereinigt werden, auch sollten alle losen Bodenbeläge, auch die aus dem Kofferraum, herausgenommen werden. Sind feuchte oder modrige Stellen vorhanden, Ursache finden und beheben. Sonst besteht Schimmelgefahr.

Lack-Pflege

Der Lack sollte nach gründlicher Wäsche (ältere Cabrio-Modelle dürfen häufig nicht in die Waschanlage) gründlich kontrolliert werden. "Reste von Vogelkot, Insekten und Absonderungen von Baumharzen sind teilweise schwer erkennbar, sie können sich aber bei längerer Einwirkzeit bis auf das Blech durchfressen. Bei dieser Gelegenheit auch eventuelle Steinschlagschäden ausbessern", so die Tipps der ADAC-Experten. Auch auf den Unterboden ist zu achten: Gegebenenfalls schadhafte Stellen entrosten, grundieren und Unterbodenschutz ausbessern

Wer einen Oldtimer mit Cabrioverdeck besitzt, der sollte es auf Rissbildung und aufgeplatzte Nähte prüfen. Das Verdeck sollte im Winterquartier geschlossen sein. Sollte die Hauptuntersuchung (HU) in der Ruhezeit anstehen, ist sie nach Wiederinbetriebnahme nachzuholen. Versäumt man es, droht ein Bußgeld. (AG)



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