Audi A8:
Per Touchscreen ans Ziel
04. Februar 2010, 06:02

- Foto: AG/Flehmer

- Der neue A8 steht ab Ende März zur Verfügung
Audi fährt die dritte Generation des A8 vor. Das Flaggschiff aus Ingolstadt ist vollgepackt mit elektronischen Assistenten, die das Leben im Auto so angenehm wie möglich machen sollen.
Von Thomas Flehmer
Es ist mittlerweile ein beliebtes Mittel, nach jedem größeren Fußballspiel spezielle Sequenzen per Touchscreen von Experten erklären zu lassen. Rasant zeichnen die Finger der Fachleute etwaige Spieltaktiken auf, die der Zuschauer auf dem Fernseher dann mitverfolgen kann. Die schnelle Vermittlung des Wissens hat nun auch Audi, immerhin Trikotsponsor des Zweitliga-Absteigers FC Ingolstadt, inspiriert. Im neuen A8, der seit 1994 dritten Generation des ab März erhältlichen Flaggschiffs, können nun Fahrer oder Beifahrer einen ebensolchen Touchscreen benutzen, freilich nicht, um irgendwelche Spielszenen des Drittligisten nachzuzeichnen.
Navi-Fahrt per Google Earth
Audi hat das Touchpad mit dem zentralen Bordcomputer MMI kombiniert. So können die einzelnen Buchstaben der gesuchten Stadt oder Straße intuitiv auf dem kleinen Feld eingetragen werden, um das Navigationssystem zu aktivieren. Selbst eine Krakelschrift, chinesische oder kyrillische Schriftzeichen kann das Gerät lesen. Ist der gesuchte Ort gefunden kann man seine Fahrt per Internet über Google Earth auf dem in der Mittelkonsole integrierten Monitor verfolgen. Natürlich ist auch noch eine freundliche Stimme mit an Bord, die verbal den Weg weist.
Das Touchpad ist nur eines von vielen Assistenten, die mittlerweile eine Oberklasselimousine deutscher Bauart beherbergen zu müssen scheint. Und Audi hat ja Nachholbedarf, schließlich sind eine neue S-Klasse sowie der neue 7er bereits in neuer Ausführung unterwegs. So ist das Touchpad zum einen ein netter Gimmick, den die Konkurrenten nicht bieten, zum anderen wird die Eingabe stark vereinfacht, ohne dass der Fahrer seinen Blick von der Straße nehmen muss. Doch die Konzentration auf den Verkehr wird von weiteren Sicherheitsfeatures zum Teil stark in Anspruch genommen. Da ist zum einen der Nachtsichtassistent, der auf dem Monitor zwischen Geschwindigkeitsanzeige und Drehzahlmesser die Fahrt zum Erlebnis macht, vor einer Playstation zu sitzen. Eine Kamera filmt das Geschehen vor der 5,14 Meter langen Luxuslimousine und übertragen das Bild ins Innere. Menschen am Straßenrand oder solche, die die Straße queren, werden nach Art eines Bewegungsmelders per Wärmebild je nach Abstand des Verkehrsteilnehmers im leuchtenden Gelb oder Rot angezeigt.