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Interview mit Jaguar/Land Rover Deutschland-Chef Peter Modelhart:
«Hybrid ist der soziale Fußabdruck der Oberklasse»
05. Februar 2010, 08:16
 | Dass Jaguar / Land Rover als Teil des Tata-Konzerns zu den sechs Herstellern gehören wird, denen Fiat-Chef Sergio Marchionne eine Zukunft bescheinigt, steht für Peter Modelhart außer Frage. Der Deutschland-Geschäftsführer äußert sich in der Autogazette über die Zukunftsaussichten des angeschlagenen Importeurs. |
Peter Modelhart, Geschäftsführer von Jaguar / Land Rover Deutschland
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| Foto: Jaguar / Land Rover |
Jaguar/Land Rover glaubt nach einem herben Verlustjahr 2009 an eine Erholung in diesem Jahr. «Wir haben eine schöne Aussage vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer, der sagt, dass es 2010 nur wenige Marken geben wird, die gewinnen werden. Und Jaguar / Land Rover zählt er zu diesen Marken», sagte Peter Modelhart, Deutschland-Geschäftsführer von Jaguar / Land Rover, im Interview mit der Autogazette. Besonders im Privatkundenbereich erwartet der Österreicher einen Zuwachs. So peilt der Importeur nach 8000 verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr rund 800 Neuzulassungen mehr für 2010 an.
Neue Marketingstrategie Mit einer neue Marketingstrategie sollen Interessenten angelockt werden. «Wir wollen zum einen deutlich mehr Fahrveranstaltungen für Interessenten durchführen, damit sie unsere Fahrzeuge erleben können und die Philosophie von Jaguar und Land Rover verstehen», so Modelhart weiter. Daneben sollen neue und günstigere Einstiegsversionen weitere Pluspunkte im Image setzen, dass immer noch an den Unzuverlässigkeiten vergangener Jahre krankt. «Wir haben aber seit einigen Jahren eine wesentliche Verbesserung in der Zuverlässigkeit durch neue Qualitäts- und Fertigungsprozesse erreicht», sagt der 41-Jährige, «es dauert aber immer seine Zeit, bis sich das in den Köpfen und in der Mundpropaganda durchgesetzt hat.»
So soll auch eine Dieselhybrid-Version im XJ oder im Range Rover den Standard der Oberklasse erfüllen, auch wenn Modelhart davon ausgeht, dass nur ein kleiner Anteil der Käufer diese Version wählen wird. «Wir sehen nicht, dass wir Marktanteile verlieren, wenn wir keinen Hybrid anbieten. Zugleich wird der Hybrid in diesem Segment natürlich auch ein sozialer Fußabdruck sein. Aber ich glaube, wir werden überrascht sein, wie niedrig der Prozentanteil an Hybdridfahrern in diesem Segment generell sein wird.»
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