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Opelaner bereiten sich auf Proteste vor: GM will 10.000 Stellen in Europa streichen

05. November 2009, 08:36
Was wird aus dem Opel-Werk in Bochum?
  • Foto: dpa
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  • Was wird aus dem Opel-Werk in Bochum?

GM will bei seinen europäischen Töchtern nach eigenem Bekunden auch nicht mehr Stellen abbauen, als Magna es geplant hatte. Die deutsche Opel-Belegschaft fürchtet aber, dass es sie stärker trifft: Ab 11 Uhr sind Proteste geplant.


Der US-Autokonzern General Motors (GM) hält sich bei seinen Plänen für die Zukunft von Opel und die der anderen europäischen Töchter noch recht bedeckt. Vize-Präsident John Smith sagte am Dienstagabend lediglich, GM wolle rund 10.000 der insgesamt gut 50.000 Arbeitsplätze bei Opel in Europa streichen. Das wären in etwa genauso viele, wie Magna abbauen wollte.

In Deutschland sollten nach Plänen des österreichisch-kanadischen Autozulieferers dabei mehr als 4000 Jobs wegfallen. Entgegen der früheren GM-Planung, das Werk in Bochum zu schließen, könne es möglicherweise eine attraktive Lösung geben, sagte Smith. Das sei aber noch nicht entschieden.

GM will den Restrukturierungsplan, der auf einem früheren Konzept basiert, möglichst bald ausarbeiten und dann den europäischen Regierungen vorlegen. Der GM-Verwaltungsrat hatte am Dienstag entschieden, Opel doch nicht an das Konsortium von Magna und der russischen Sberbank zu verkaufen, sondern zu behalten und selbst zu sanieren.

Protest gegen Einschnitte

In Deutschland arbeiten mehr als 25.000 Menschen für Opel. Die hiesigen Beschäftigten fürchten noch größere Einschnitte als unter Magna geplant. Sie wollen am heutigen Donnerstag die Muskeln spielen lassen: An allen vier Standorten in Deutschland sind Protestaktionen geplant. Tausende Beschäftigte wollen gegen befürchtete Werkschließungen und massive Stellenstreichungen durch GM demonstrieren.

Der Betriebsrat ging bereits auf Konfrontationskurs zum Mutterkonzern. Es werde keinen Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung von Opel geben, sagte der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende Klaus Franz. Zudem verlangt der Betriebsrat die sofortige Auszahlung von gestundeten Tariferhöhungen. General Motors drohte dagegen offen mit einer Insolvenz der europäischen Tochter, falls keine Einigung über die Sparmaßnahmen erreicht werde.


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