Fahrbericht Hyundai i10 1.1:
Für Zarte und Harte
19. August 2008, 07:16

- Foto: Hyundai

- Der Hyundai i 10
Der Vorgänger des i10 hieß mal Atos und war ein Microvan. Das ist der Neue nicht mehr, hat aber dennoch Raumqualität und andere Stärken.
Von Martin Woldt
Der Trend geht zum Klein- und Kleinstwagen, und der i10 mit seiner Länge von 3,57 Meter ist einer. Kein Zweifel. Die Frage wird aber auch sein, ob all die Umsteiger aus höheren Klassen schon ein Gefühl für ihr neues Zuhause haben. Denn es ist wohl ein Unterschied, ob man sich den Rücken im Fond eines Maybach oder eben hinten im i10 massieren lässt. Da ist die Frequenz eng an den Tanz der Hinterachse gekoppelt und orientiert sich in ihrer Intensität stark am Fleiß des jeweils zuständigen Straßenbauamtes.
Nur einmal zum Aldi
Andererseits wird mancher staunen, wie vergleichsweise großzügig es auch auf der Basislänge und einer Breite von 1,60 Meter zugehen kann. Selbst wenn der i10 sich nicht mehr wie sein Vorgänger Atos als Microvan versteht, an dessen gutem Raumgefühl kann sich der Neue durchaus messen lassen. Mit vier Basketballern ist das Auto vielleicht etwas überfordert, aber der gleichen Anzahl Jockeys könnte er sicher als passables Reisemobil dienen.
Und zwei, drei Pferdesättel sollten im Kofferraum auch Platz finden, der misst ganz ordentliche 225 Liter Stauvolumen. Zwar 38 weniger als beim Vorgänger Atos, es reicht trotzdem für 7,5 Schultaschen oder 17 Achterpacks drei(!)-lagiges Toilettenpapier. Im Wettbewerber Daihatsu Cuore (160 Liter) müsste man dafür zweimal zum Aldi. In der mit 1.000 Euro Zusatzkosten verbundenen Style-Version gibt es zudem im Stauabteil einen zweiten Kofferboden, der nötig ist, um bei umgeklappter Rückbank über eine ebene Ladefläche zu verfügen. 910 Liter Stauraum ließen sich darüber befüllen.