Opel-Sanierung:
Fehlkalkulationen
20. November 2009, 14:59

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- Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz
Nach den Worten von Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz ist die Opel-Sanierung noch lange nicht in trocknen Tüchern. GM kalkuliere mit Subventionen aus den Ländern mit Opel-Standorten.
Der Opel-Betriebsrat traut der US-Mutter General Motors (GM) nicht zu, die Sanierung des deutschen Autobauers aus eigenen Mittel zu stemmen. «Diese Geschäftemacher im GM- Verwaltungsrat haben auf Basis von erwarteten 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro Staatshilfen aus europäischen Ländern die Entscheidung getroffen, Opel nicht zu verkaufen. Jetzt muss (GM-Europachef Nick) Reilly lostappern und überall sagen, gebt mir mal Geld», sagte Opel- Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz.
Subventionshoffnungen
Um einen Subventionswettlauf der Länder zu verhindern, hat EU- Industriekommissar Günter Verheugen die Wirtschaftsminister der EU- Länder sowie GM-Manager am kommenden Montag (23. November) nach Brüssel geladen. Bei dem Treffen will Reilly den Regierungen die vorläufige Fassung des Sanierungsplans vorlegen. Franz erwartet von den Standort-Ländern, dass sie beraten, wer wie viel Geld geben möchte. Dabei müsse vermieden werden, dass einzelne Länder wegen ihrer Zusagen bevorzugt werden. Mit Entscheidungen ist aber nicht zu rechnen, da GM den endgültigen Plan erst Mitte Dezember vorlegen will. GM will die Fixkosten nach bisherigen Plänen in Europa um 30 Prozent und die Kapazität um 20 bis 25 Prozent reduzieren. Der US-Konzern geht davon aus, das die Opel-Vauxhall-Sanierung 3,3 Milliarden Euro kosten wird.