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Honda CBF 1000 F:
Durchzugsstarker Allrounder
18. Januar 2010, 09:27
 | Dass ein gutes Motorrad noch besser gemacht werden kann, dafür ist die Honda CBF 1000 der beste Beweis. Der neue Motor bietet nochmals spürbar bessere Fahrleistungen. |
Die Honda CBF 1000 F
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| Foto: Honda |
Von Thilo Kozik
Ein rundum modernisiertes Motorrad bietet Honda jetzt mit der neuen CBF 1000 F. Das Bike hat einen neuen Motor erhalten, ebenso ein frisches Fahrwerk und eine andere Optik. Vom Konzept des unkomplizierten Allrounders sind die Japaner trotz sportlichem Auftritt kein Jota abgewichen. Das neue Oberhaupt der CBF-Familie ist ab 10 890 Euro erhältlich.
Überzeugender Erstkontakt Der Erstkontakt mit der Japanerin erfolgte schon aufgrund der widrigen Wetterbedingungen mit starken Windböen und Regen mit vorsichtigen Respekt. Dieser ist jedoch schon nach ein paar Metern verflogen: Auf der in drei Höhen - 78, 79,5 und 81 Zentimeter - einstellbaren Sitzbank fühlt man sich auf Anhieb heimisch, das variierbare Dreieck auf Lenker, Sitzbank, Rasten kann auf alle Körpermaße angepasst werden. Auf eine Lenkerverstellung wie bei der Basis-CBF 1000 muss allerdings verzichtet werden, sie sei laut Hersteller von Kundenseite nicht gefragt.
Den Wünschen der CBF-Fahrer kommt dagegen die werkzeugfrei verstellbare Frontscheibe entgegen. Problemlos, aber mit etwas Kraftaufwand in vier Stufen fixierbar, bietet das Kunststoffteil dem Oberkörper wirksamen Windschutz. In der höchsten Stellung wird jedoch der Fahrtwind in Richtung Helm abgeleitet, was dort für störende Geräusche sorgt. Zusammen mit dem Windschild wurde die gesamte Frontpartie deutlich sportlicher gestaltet, mit Schlitzaugen-Scheinwerfern, dynamischerer Halbverkleidung und modernem Cockpit samt mittigem Drehzahlmesser und Digitaltacho.
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Das Cockpit der Honda CBF 1000 F
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| Foto: Honda |
Ein wenig aufgepeppt zeigt sich auch der flüssigkeitsgekühlte Reihenvierzylinder, den die neu programmierte Einspritzung und andere Nockenwellen um neun auf 107 PS und um drei auf 96 Nm Drehmoment erstarken ließ, wobei sich gleichzeitig der Verbrauch verringerte. Es kann auch bei gleichem Preis eine versicherungsgünstige 72 kW/98 PS-Version geordert werden. Ohne hinterlistige Drehmomentattacken entwickelt hier der Vierzylinder eine erstaunlich gleichmäßige Durchzugskraft. Sogar unter 2000 Touren geht er rüttel- und schüttelfrei ans Gas. Der Motor liefert seine Leistung quasi auf dem Silbertablett, trotz der geschmeidigen Charakteristik hat man keinen Moment das Gefühl, untermotorisiert zu sein.
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