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Renault-Kommunikationsvorstand Reinhard Zirpel: «Die Batterie wird separat geleast»

19. September 2009, 09:32
Reinhard Zirpel
  • Foto: Renault
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  • Reinhard Zirpel

Renault-Chef Carlos Ghosn hat auf der IAA Elektroautos angekündigt, die nicht teurer sein würden als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Im Interview mit der Autogazette erläutert Kommunikationsvorstand Reinhard Zirpel die Umstände.


Auf der IAA in Frankfurt hat Carlos Ghosn unter der Woche bezahlbare Elektroautos angekündigt, die nicht teurer wären als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Reinhard Zirpel erklärt, dass «in der Anlaufphase das nur mit Hilfe staatlicher Unterstützung gehen würde», so der Renault-Kommunikationsvorstand, «die genannten Beträge zwischen 3000 und 5000 Euro entsprechen dem, was wir in der Kalkulation berücksichtigt haben.»

Allerdings würden sich die Kosten nur auf das reine Fahrzeug ohne Batterie beziehen, die geleast werden müsste. Trotzdem solle sich das Modell finanziell rechnen. «Man hat im Vergleich zu den monatlichen Kosten bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren niedrigere Verbrauchskosten und niedrigere Unterhaltskosten, zum Beispiel bei Inspektionen», so Zirpel.

Staatliche Hilfe benötigt

Autogazette: Renault-Präsident Carlos Ghosn hat angekündigt, dass das Elektroauto von Renault nicht mehr kosten wird als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Wie kann das gehen angesichts teurer Batterien?

Reinhard Zirpel: In der Anlaufphase geht das nur mit Hilfe staatlicher Unterstützung, die in England und Frankreich schon beschlossen worden sind und sich in Deutschland in der Diskussion befinden. Die genannten Beträge zwischen 3000 und 5000 Euro entsprechen dem, was wir in der Kalkulation berücksichtigt haben.

Autogazette: . . .und irgendwann ausläuft. . .

Zirpel: . . .anschließend soll der Preis allein durch die produzierten Mengen vergleichbar mit dem Preis eines Dieselfahrzeugs sein.

Autogazette: Mit welchen Mengen wird bei Renault gerechnet?

Zirpel: Wir wollen ab 2012 jährlich mindestens 100 000 Autos bauen. Im Jahre 2020 rechnen wir mit einem Elektrofahrzeuganteil von zehn Prozent

Autogazette: Derzeit rechnet man für eine Kilowattstunde schon 1000 Euro . . .

Zirpel: . . . bei dem von Carlos Ghosn genannten Preisen ist die Batterie nicht enthalten. Die Batterie wird separat geleast.


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