BMW prüft Material- und Verarbeitungsfehler
13. November 2007, 12:08

- Foto: BMW

- Die BMW R 1200 R
Vor dem Hintergrund undichter Bremsleitungen an BMW-Motorrädern prüft der Hersteller Material- und Verarbeitungsfehler. In den Internetforen wird über das Problem intensiv diskutiert.
Handlungsbedarf des Herstellers
Dass die Undichtigkeit an den Bremsleitungen nur Einzelfälle sind, deckt sich mit den Aussagen von ADAC-Experte Helmut Klein aus dem Technikzentrum Landsberg. «Uns ist von diesem Problem bislang nichts bekannt, entsprechend gehen wir von Einzelfällen aus», sagte Klein. Dennoch betonte Klein, dass bei einem derart sicherheitsrelevanten Bauteil wie den Bremsen bei einem auch nur in Einzelfällen auftretenden Problem dringender Handlungsbedarf seitens des Herstellers bestehe.
Von dem Problem undichter Bremsleitungen war bis zur Anfrage der Autogazette auch beim Institut für Zweiradsicherheit (IFZ) in Essen nichts bekannt. «Ich höre zum ersten Mal von diesem Problem», sagte IFZ-Leiter Achim Kuschefski. «Doch Undichtigkeiten an den Bremsleitungen sollten nicht auftreten», fügte er hinzu. Grundsätzlich empfiehlt Kuschefski jedem Motorradfahrer, vor dem Fahrtantritt den Betriebszustand seiner Maschine zu überprüfen.
Das Thema undichter Bremsleitungen beschäftigt den bayerischen Motorradhersteller übrigens nicht zum ersten Mal. Im Juli des vergangenen Jahres hatte die Hamburger Polizei wegen des Verdachts auf undichte Bremsleitungen 34 Maschinen des Typs R 1200 RT zur Überprüfung in die Werkstätten beordert. (AG/FM)