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BMW K 1200 R: Münchner Power-Bike

10. Juli 2006, 15:14
BMW K 1200 R
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  • BMW K 1200 R

Die K 1200 R von BMW ist das stärkste serienmäßige Naked Bike der Welt. Mit 163 PS sorgt dieses Motorrad für eine beeindruckende Leistungsentfaltung.


Von Frank Mertens

Die Zeiten der freiwilligen Selbstbeschränkung sind lange vorbei. Unter den Zweiradherstellern ist nach dem Wegfall der 100 PS-Grenze ein Buhlen nach immer mehr Leistung ausgebrochen. Gerade erst hat Kawasaki seine ZZR 1400 vorgestellt. Ein Motorrad mit 190 PS. Soviel hat die BMW K 1200 R nicht. Doch mit ihren 120 kW/163 PS ist die Münchnerin immerhin der stärkste serienmäßige Roadster der Welt.

Ungeheure Faszination

Über Sinn oder Unsinn von derart viel Leistung auf zwei Rädern lässt sich trefflich streiten. Eines ist diesen Bikes jedoch gemein: von ihnen geht eine ungeheure Faszination aus. Das trifft vor allem auf diesen Roadster der Münchner zu. Allein schon das äußere Erscheinungsbild der K 1200 R zeigt: dieses Bike will anders sein. Und sie ist es auch. Allein schon mit ihrem Aussehen polarisiert es. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Ein dazwischen gibt es nicht.

Das Cockpit der K 1200 R
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  • Das Cockpit der K 1200 R

Die erste positive Überraschung hat die BMW bereits beim Platznehmen parat. Anders als gedacht kann ich mit meinem 1,91 Metern auf der Sitzbank ausgesprochen bequem niederlassen. Die Oberschenkel lassen sich passgenau um den Tank schließen. Die Sitzposition ist leicht nach vorn geneigt, die Füße können ohne Verrenkungen Bremse und Kupplung bedienen. So muss es sein! Selbst kleinere Fahrer können sich auf der K 1200 R wohlfühlen: Während die normale Sitzhöhe 820 Millimeter beträgt, ist optional (erfreulicherweise ohne Aufpreis) auch eine 790 Millimeter hohe Sitzbank zu erhalten.

Den Zündschlüssel umgedreht, kurzer Systemcheck, ein Druck auf den Startknopf, nun kann es losgehen: Der Vierzylinder brummt sonor vor sich hin. Das hört sich gut an. Doch beim Einlegen des ersten Ganges und dem anschließendem Hochschalten ist es mit dem Hörgenuss vorbei: Die Gänge lassen sich nur mit einem lauten «Klock» einlegen, so dass man Angst um das Getriebe haben muss. So etwas erwartet man eigentlich nicht von einem Motorrad, dessen Einstiegspreis beachtliche 13.300 Euro beträgt. Doch es bleibt bei diesem einem Negativerlebnis.


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